(Startseite)

Mundart mündlich!

Wenn die Welt in ihren Fugen wankt, ist die Heimat wichtiger denn je. Ihre Sprache gibt uns Halt und Mut. Ulrike Derndinger und Heinz Siebold sprechen und singen in Alemannisch vo do un dert. Samtig melodiös wie in der Ortenau und kernig hebelianisch wie im Wiesental. Zu hören in Geschichten, die das Leben schreibt: Über Muetter- und Tochterliebe im Schnoogeloch. Über fremd- und deheimsi - überall. Über die sunnige und die schattige Site in Muetters Stübeli. Vom Mann im Mond un vom Regeboge. Mundart findet "zwische de Ziilde" - zwischen den Zeilen - mehr als nur Spaß. Aber den auf jeden Fall. Die Schrift heißt Quando.

Wenn ihr hier klickt, kommt ihr zur Übersicht über unsere Termine. (Hier in der Probeversion funktioniert der Link natürlich nicht, besser gesagt: Er führt zu meinen Terminen. Einen Entwurf für eure Termin-Unterseite siehe unten.)

Texte zum Nachlesen. 

Hier würde ich einen Link zur Unterseite Texte setzen. Die ist jetzt erst mal einfach unten drunter zu finden, wäre dann natürlich separat.

Mit Musik geht alles besser. Alemannisch natürlich!

 Gäbe es hier vielleicht auch ein Versucherle? Zum Beispiel als Video? Dann könnte man hier einen Link setzen

Drei Video-Portraits, gedreht für die Muettersproch-Gsellschaft.Mit Texten und Gesprächen. Hier sind sie zu finden. (Das ist der Link zu alemannisch.de)

(Startseite alternativ)

Mundart mündlich!

Wenn die Welt in ihren Fugen wankt, ist die Heimat wichtiger denn je. Ihre Sprache gibt uns Halt und Mut. Ulrike Derndinger und Heinz Siebold sprechen und singen in Alemannisch vo do un dert. Samtig melodiös wie in der Ortenau und kernig hebelianisch wie im Wiesental. Zu hören in Geschichten, die das Leben schreibt: Über Muetter- und Tochterliebe im Schnoogeloch. Über fremd- und deheimsi - überall. Über die sunnige und die schattige Site in Muetters Stübeli. Vom Mann im Mond un vom Regeboge. Mundart findet "zwische de Ziilde" - zwischen den Zeilen - mehr als nur Spaß. Aber den auf jeden Fall. Die Schrift heißt Quando.

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Texte zum Nachlesen. 

Hier würde ich einen Link zur Unterseite Texte setzen. Die ist jetzt erst mal einfach unten drunter zu finden, wäre dann natürlich separat.

Mit Musik geht alles besser. Alemannisch natürlich!

 Gäbe es hier vielleicht auch ein Versucherle? Zum Beispiel als Video? Dann könnte man hier einen Link setzen

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Das sind wir

Der Journalist und Liedersänger Heinz Siebold (Jahrgang 1950) ist in Enkenstein im kleinen Wiesental geboren und aufgewachsen. 

Das Künstlerpaar lebt in Lahr (Ortenaukreis).

Die Mundartautorin Ulrike Derndinger (Jahrgang 1977) ist geboren und aufgewachsen in Kürzell im Ortenaukreis und arbeitet als Redakteurin der Badischen Zeitung in Lahr. Sie ist für ihre Geschichten mehrfach mit Preisen in Mundart-Wettbewerben ausgezeichnet worden.

Das sind wir

Der Journalist und Liedersänger Heinz Siebold (Jahrgang 1950) ist in Enkenstein im kleinen Wiesental geboren und aufgewachsen. 

Das Künstlerpaar lebt in Lahr (Ortenaukreis).

Die Mundartautorin Ulrike Derndinger (Jahrgang 1977) ist geboren und aufgewachsen in Kürzell im Ortenaukreis und arbeitet als Redakteurin der Badischen Zeitung in Lahr. Sie ist für ihre Geschichten mehrfach mit Preisen in Mundart-Wettbewerben ausgezeichnet worden.

Unsere Auftritte

1. April 2024, Güterhalle Bliebach, 20 Uhr:Alemannisch für Neigschmeckte

Hier geht's zum Veranstalter 

31. April 2024, Kandelhotel, 23 Uhr Geisterstunjde uf Alemannisch

31. April 2024, Kandelhotel, 23 Uhr Geisterstunjde uf Alemannisch

31. April 2024, Kandelhotel, 23 Uhr Geisterstunjde uf Alemannisch

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Unsere Auftritte

1. April 2024, Güterhalle Bliebach, 20 Uhr:Alemannisch für Neigschmeckte

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31. April 2024, Kandelhotel, 23 Uhr Geisterstunjde uf Alemannisch

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31. April 2024, Kandelhotel, 23 Uhr Geisterstunjde uf Alemannisch

Texte von Ulrike Derndinger

Drache, hiwwe un driwwe

Usgrechnet Chinese sin jetzt uf de Krone, de einzig Wirtschaft im Dorf. Wu si ufgmacht hän, mit eme Plaschtikdrache hiwwe un driwwe an de Sandsteintrepp, het de Franz nit gwisst, wohin. Mit sinnem Durscht un sinnere Wuet uf Usländer un Bäbb-Riss. Wu soll er jetzt noochem Schaffe ebbs Rächts herbekumme? 

Us Heimweh hockt er sich aneme scheene Dag doch an sinner ehmalig’ Stammdisch. D’Wirti, ä zarti Frau mit silbrige Fingernägel, bringt em ebbs un sait: "Numma vierundreißig. Geht auf Haus. Deutsch Nachbarin mir gesagt, solle makke Willkommenskultur. Ist Rezept von ihr, mit kleinekleine asiatisch Gewürz von mir. Gutte Appetit!" Si bliit stehn un lacht. Vorem Franz dampft ä Bollesupp. Er prowiiert. Er leffelt. Er schlurpfelt un drielt. Es triibt em d’Träne in d’Auge. D’Wirti legt em ä Dascheduech na. 

Er dittet uff sinni Auge un sait: "Müssen awer nit meinen, dass ich heile. Des isch die viehmässig Schärfi." Er schwitzt – un drno bschtellt er ä zweiti Bollesupp. Un bim nächschte Mol, iwerlegt er, prowiirt er in Gottsnamme au emol säller Riss.

Blutt

Blutt steht si am See un suecht. De tropfnasse Badanzug lejt verwurschtelt ufem Bode. Derthin het si ne keje losse, will si denkt het, dass es Handtuech owedruf in de Tasch lejt un si es glich umwickle kann. Awer do isch kei Handtuech. 

Si nuehlt un streckt de Blutte donum un dertnum. Wenn si’s jetzt nit ball erlickert, muess si d Klamotte iwer d nass Hutt stilpe wie d Omma ihri keibekäbi Stitzstrimpf. S dunkt ere, dass d jungi Maidli um si rum schun kiddere. Hoffentlig macht keins am End e Foto un hauts uf Inschtagrämm nuss, het si Moris. Un hoffentlig isch au nieme vum Musikverein ummer, un keins vun de Nochbere. Nit, dass hinteno im Dorf rumgeht, si dät iweral ihr Fiidle rumzeige – un was noch alles. 

Si gschpiirt alles an sich schwabble un loddere un merkt, dass es vor allem ihri Knie sin, wu zittere. Blutt umenanderlaufe isch schun siter ihre Jugend e Todsünd! Do fallt ihre Blick uf d Schenkel vun so eme junge Giggel-Hiehnli. Glatt wie e Pfirschig. Bruun, kräftig, wunderscheen. 

Wie gfesselt luegt si un s dunkt ere, dass si selwer des Maidli isch, nur ebbe fuffzig Johr frieher, un dass des Maidli emol si were wurd, nur ebbe fuffzig Johr speeter un dass irgendwenn iwermorn sowisso mol alles eins isch, ob Pfirschig- oder Oraschehutt. Wegge was sich also hit verruckt mache? Ihri Knie wackle nimmi. Si hockt sich uf de Teppig. Blutt, wie si uf d Welt kumme isch. Un do: lejt jo au ihr Handtuech.

Suferi Gärte

Suferer Garte 1: 

Mini Auge bliibe bim Radfahre durchs Nejbaugebiet an viile Mure hänke. De Blick verhookt sich in bohnesteckehoche Metallkäfiger, mit eckige Steiner gfillt wie frieher d sunneschiingäli Welschkornzapfe in de Gschteller zum Trickle. 

Die graui Steiner do lejchte nit. Si schangschiire vun Druriggrau, Äschgrau zue Langwiiliggrau, Musgrau, Graugrau un Dotegrau. Wie frisch gstorwe rage selli Mure zwische de Hiiser nuf un trenne Rollrase vun Rollrase. Im Garte isch s still. D Famillje isch niwwer an de Kaiserstuehl gfahre. Si welle endlig emol e seltener Bienefresser finde.

Suferer Garte 2:

Seichblueme, Klee, Giersch, Ehrenpreis, Gänsebliemli un Gundelreb het er johrelang abgstoche mit sinnem Gartedolch. Un wenn des nit glangt het, het er noch e Rundi Roundup gspretzt. 

Bis zue dem einde Johr. Do isch er fir d Firma iwer de Summer furt gsin. In sinne Traim in Shanghai hän d Kritter ne mit ihre lange Wurzle nabzoge in de schwarze Grund. Er het jo gwisst, dass sich deheim keiner um de Garte schert un alles grien explodiert, awer wu er heimkehrt isch, isch er fascht umkejt. 

Johanniskrutgäl, Kamillegäl, Rotbrischtlirot, Vergissmeinnichtblau un alli Sorte Grien vun Gras- bis Heigumper het er zum erschte Mol erlickert. Un au e Velkli Biene im hoche Gras. Alles het gwumselt. Do het er de Dolch an de Nagel ghänkt un de Rasemaiher dezue. Ab un an nimmt er e Säsli un haut e Fueßweg, dass er zuem Weschseil kummt. Bim Uffhänge meint er als z hehre, dass d Biene mit em bruddle: Endlig het die elend Raserei e End!

Texte von Ulrike Derndinger

Drache, hiwwe un driwwe

Usgrechnet Chinese sin jetzt uf de Krone, de einzig Wirtschaft im Dorf. Wu si ufgmacht hän, mit eme Plaschtikdrache hiwwe un driwwe an de Sandsteintrepp, het de Franz nit gwisst, wohin. Mit sinnem Durscht un sinnere Wuet uf Usländer un Bäbb-Riss. Wu soll er jetzt noochem Schaffe ebbs Rächts herbekumme? 

Us Heimweh hockt er sich aneme scheene Dag doch an sinner ehmalig’ Stammdisch. D’Wirti, ä zarti Frau mit silbrige Fingernägel, bringt em ebbs un sait: "Numma vierundreißig. Geht auf Haus. Deutsch Nachbarin mir gesagt, solle makke Willkommenskultur. Ist Rezept von ihr, mit kleinekleine asiatisch Gewürz von mir. Gutte Appetit!" Si bliit stehn un lacht. Vorem Franz dampft ä Bollesupp. Er prowiiert. Er leffelt. Er schlurpfelt un drielt. Es triibt em d’Träne in d’Auge. D’Wirti legt em ä Dascheduech na. 

Er dittet uff sinni Auge un sait: "Müssen awer nit meinen, dass ich heile. Des isch die viehmässig Schärfi." Er schwitzt – un drno bschtellt er ä zweiti Bollesupp. Un bim nächschte Mol, iwerlegt er, prowiirt er in Gottsnamme au emol säller Riss.

Blutt

Blutt steht si am See un suecht. De tropfnasse Badanzug lejt verwurschtelt ufem Bode. Derthin het si ne keje losse, will si denkt het, dass es Handtuech owedruf in de Tasch lejt un si es glich umwickle kann. Awer do isch kei Handtuech. 

Si nuehlt un streckt de Blutte donum un dertnum. Wenn si’s jetzt nit ball erlickert, muess si d Klamotte iwer d nass Hutt stilpe wie d Omma ihri keibekäbi Stitzstrimpf. S dunkt ere, dass d jungi Maidli um si rum schun kiddere. Hoffentlig macht keins am End e Foto un hauts uf Inschtagrämm nuss, het si Moris. Un hoffentlig isch au nieme vum Musikverein ummer, un keins vun de Nochbere. Nit, dass hinteno im Dorf rumgeht, si dät iweral ihr Fiidle rumzeige – un was noch alles. 

Si gschpiirt alles an sich schwabble un loddere un merkt, dass es vor allem ihri Knie sin, wu zittere. Blutt umenanderlaufe isch schun siter ihre Jugend e Todsünd! Do fallt ihre Blick uf d Schenkel vun so eme junge Giggel-Hiehnli. Glatt wie e Pfirschig. Bruun, kräftig, wunderscheen. 

Wie gfesselt luegt si un s dunkt ere, dass si selwer des Maidli isch, nur ebbe fuffzig Johr frieher, un dass des Maidli emol si were wurd, nur ebbe fuffzig Johr speeter un dass irgendwenn iwermorn sowisso mol alles eins isch, ob Pfirschig- oder Oraschehutt. Wegge was sich also hit verruckt mache? Ihri Knie wackle nimmi. Si hockt sich uf de Teppig. Blutt, wie si uf d Welt kumme isch. Un do: lejt jo au ihr Handtuech.

Suferi Gärte

Suferer Garte 1: 

Mini Auge bliibe bim Radfahre durchs Nejbaugebiet an viile Mure hänke. De Blick verhookt sich in bohnesteckehoche Metallkäfiger, mit eckige Steiner gfillt wie frieher d sunneschiingäli Welschkornzapfe in de Gschteller zum Trickle. 

Die graui Steiner do lejchte nit. Si schangschiire vun Druriggrau, Äschgrau zue Langwiiliggrau, Musgrau, Graugrau un Dotegrau. Wie frisch gstorwe rage selli Mure zwische de Hiiser nuf un trenne Rollrase vun Rollrase. Im Garte isch s still. D Famillje isch niwwer an de Kaiserstuehl gfahre. Si welle endlig emol e seltener Bienefresser finde.

Suferer Garte 2:

Seichblueme, Klee, Giersch, Ehrenpreis, Gänsebliemli un Gundelreb het er johrelang abgstoche mit sinnem Gartedolch. Un wenn des nit glangt het, het er noch e Rundi Roundup gspretzt. 

Bis zue dem einde Johr. Do isch er fir d Firma iwer de Summer furt gsin. In sinne Traim in Shanghai hän d Kritter ne mit ihre lange Wurzle nabzoge in de schwarze Grund. Er het jo gwisst, dass sich deheim keiner um de Garte schert un alles grien explodiert, awer wu er heimkehrt isch, isch er fascht umkejt. 

Johanniskrutgäl, Kamillegäl, Rotbrischtlirot, Vergissmeinnichtblau un alli Sorte Grien vun Gras- bis Heigumper het er zum erschte Mol erlickert. Un au e Velkli Biene im hoche Gras. Alles het gwumselt. Do het er de Dolch an de Nagel ghänkt un de Rasemaiher dezue. Ab un an nimmt er e Säsli un haut e Fueßweg, dass er zuem Weschseil kummt. Bim Uffhänge meint er als z hehre, dass d Biene mit em bruddle: Endlig het die elend Raserei e End!

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